Die dot-com-Blase ::: IT-Erfahrungen
Als ich mit dem Studium angefangen habe, gab es in Deutschland zwei freie Informatikerstellen.
Als ich im Hauptstudium angekommen bin, gab es pro Informatiker zig Stellen. Ich war mitten in der dotcom Blase drin. Jeder der eine Tastatur halten konnte, und IT richtig tippen konnte, wurde als Spezialist gehandelt. Ich blieb beim Studium und lies mich nicht abwerben. Dafür arbeitete ich nebenher bei der damaligen Firma Neurotec in Friedrichshafen und half dort ein Online-Shoppingsystem für Karstadt zu realisieren. Dort durfte ich zum ersten Mal auf mehr als 1GByte RAM zugreifen und nutzte dies um einen Musik-Datenabgleich zu erstellen.
Zu dieser Zeit war die Jobsuche relativ einfach. Direkt nach dem Studium hustete ich kurz und fand mich schon bei Innovations wieder. Dort wurde ich meistens in Schwäbisch Hall eingesetzt und durfte dort auf einem Großrechner programmieren lernen. Dieser Ausflug war sehr lehrreich, da ich dort in die Großrechnerwelt eintauchen durfte. Nach 1,5 Jahren wollte ich aber kein Cobol mehr programmieren und stürzte mich bei Cantor auf die Welt der Fensterhersteller. Ich erhielt ein siebenköpfiges Team und durfte eine Online-Eingabemöglichkeit für die Fensterbaubranche erstellen. Das Hauptproblem war damals die Datenübertragungsrate. Wir wollten die Bestellungen so schnell wie möglich und vor allem auch auf den gerade aufkommenden Mobiltelefonen anbieten. Wir realisierten das mit Java und asynchroner Kommunikation - heute wäre das wohl AJAX - generierten wir hier gute Ergebnisse.
Seit dieser Zeit arbeite ich sehr gerne mit Java. Ich lernte Java in der Version 1.1.7 kennen und habe die Evaluation bis heute miterleben dürfen.
Bei Cantor war ich das erste Mal für ein Team verantwortlich. Zum ersten Mal konnte ich die beim Studium erlenten Theorien zur Projektleitung vollumfänglich einsetzen. Zuvor waren die Projekte entweder von anderen Projektleitern geführt worden, oder es handelte sich eher um Vorhaben (also kurze Projektzeiträume oder wenig Aufwände). Ich hatte das Glück, dass mir die Firma Cantor viel Unterstützung gab um keine allzu großen Fehler beim Projektdurchführen zu machen. Ein guter Coach ist eine sehr gute Möglichkeit um Projekte zu sichern. Seither bin ich immer wieder als Coach unterwegs.

