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Probleme wenn Schüler Redaktionsrechte haben

15. Februar 2009 Roland

Ich versuche gerade mit einem Blog ein bisschen zu unterrichten und habe ein paar Freiwillige bei miradlo als Versuchskaninchen erhalten.
Meine These ist, dass man den Schülern vollen Zugriff auf die Artikel geben sollte und sie dann die Artikel mitgestalten können. So sollen die Artikel verbessert werden und die Kursteilnehmer arbeiten pro aktiv mit.
Wir diskutierten dieses Thema mal auf dem Blogcamp in Stuttgart und Daniel Ehniss hat hierüber geschrieben. Wir hatten damals auch über die Risiken, dass der Unterricht aus dem Ruder laufen kann, gesprochen.

Und kaum fang ich an einen Blog im Internet freizuschalten und die Kursteilnehmer vollen Zugriff zu gewähren, geht es schief :)

Was ist passiert?

Ich habe eine Problemstellung mit ein paar Codeschnipseln beschrieben und ein paar Fragen gestellt.

Die Kursteilnehmer nahmen sich die Codeschnipsel, probierten daran herum und stellten fest, dass ich noch ein paar Sachen gar nicht eingebaut habe. Andere Dinge hatte ich im Artikel nicht erwähnt, da ich den Quellcode ebenfalls zur Verfügung gestellt habe. Dass der Code nicht komplett ausgearbeitet war, war zu diesem Zeitpunkt auch ziemlich logisch, da ich erst eine Aufgabe später diese Erweiterungen einbauen wollte.

Bis dorthin ist noch alles im grünen Bereich. Ich lies die Jungs machen und wartete einfach mal ab was da noch so kommt. (Ok, ich habe tatsächlich ungefähr eine Woche lang mich ruhig verhalten, da die Kursteilnehmer nicht sehr aktiv waren…)
Und dann geschah es. Einer meiner Teilnehmer nahm meinen Blogeintrag und veränderte ihn. Das Original wurde dabei gelöscht. Und schwubs, passte mein Kurs nicht mehr zusammen. Und noch viel schlimmer war, dass die Veränderung den Inhalt und den Sinn des Kurses massiv veränderte.

Oh Schreck schwere Not!
Falls man keine Sicherheitskopie des Originals hat und sich nicht kritisieren lassen kann. In meinem Fall sieht das ein bisschen gemütlicher aus. Ich habe Sicherheitskopien und kein Problem damit wenn mal was schief geht. Ich möchte nur eine- oder mehrere Lösungen haben, damit die Kursteilnehmen und ich von dieser Aktion etwas lernen.

Was hab ich gemacht?

Naja, dass technisch Einfachste. Ich habe die Änderungen rückgängig gemacht und den Kursteilnehmer gebeten den Originaltext nicht mehr massiv zu verändern.

Ich habe daraus gelernt, dass die Kursteilnehmer explizit darauf hingewiesen werden müssen, dass der Originaltext nicht verändert werden soll. Wenn sich daran was ändern soll, muss man dies über den Kommentar beschreiben.  Der Redakteur, welcher einen Text verbrochen hat, muss ihn auch selbst wieder korrigieren.
Jeder Kursteilnehmer hat natürlich dass Recht einen eigenen Artikel zu schreiben und damit den Ursprungsartikel als falsch darzustellen. Und dann beginnt die von mir gewünschte Diskussion. Aber diesmal mit einer Historie.

Was hab ich gelernt?

Die gute Nachricht ist: Mit Blogs im Internet zu unterrichten klappt wirklich.

Die schlechte Nachricht ist: Der jeweilige Redakteur muss wirklich aufpassen, dass die anderen Redakteure ihm kein Ei legen.

Die Handlungsanweisung ist: Die Teilnehmer, welche Redaktionsrechte haben, müssen darauf hingewiesen werden, dass sie nur für ihre Artikel zuständig sind. Fremde Artikel müssen, bis auf Ausnahmen, vom dazugehörigen Redakteur bearbeitet werden.

Juchu! Dieses Problem wäre beschrieben.

Jetzt mach ich mich an die nächsten Kurseinheiten und freue mich schon auf die nächsten Schwierigkeiten.

Gut Tipp!

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Der Beitrag wurde am Sonntag, den 15. Februar 2009 um 09:23 Uhr veröffentlicht und wurde unter Unterricht abgelegt.
Kurzlink: http://www.baldenhofer.eu/blog/?p=205

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