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Businesscase: Auflistung der empfohlenen Lösungen

14. April 2009 Roland

Dieser Artikel ist Teil 10 von 14 der Artikelserie businesscase

Nehmen wir mal an, wir können beschreiben warum wir ein Projekt, wie Beispielsweise das Newssystem, durchführen wollen. Unser Businesscase beschreibt also warum wir das Projekt wollen. Als nächstes müssen wir uns über die Varianten einigen.
Um zum Ziel zu kommen gibt es im Normalfall mehrere Möglichkeiten. Bei meinem Autokauf und Abwrackprämie Beispiel habe ich eigentlich mein Transportproblem lösen wollen. Und die Frage war dann, wie ich meine indiviuelle Transportprobleme lösen will.
Es gibt da mehrere Möglichkeiten:

  • Ein eigenes Auto kaufen
  • Einen Mietwagen nehmen

aber auch andere Betrachtungen wie Leasing, billiges Schrottauto, Taxi usw.
Bei unserem Newssystem gibt es auch diverse Möglichkeiten zur Realisierung. Zum Beispiel:

  • Gar kein Newssystem bauen (die Unterlassungsalternative)
  • Ein Newssystem einkaufen und in die bestehenden Webseiten integrieren.
  • Nur die absolut notwendigen Komponenten (Businessrelevanten Komponenten) umsetzen.
  • Multiuser Umgebung bauen bei der mehrere Webseiten über Webservices drauf zugreifen können und so die Wartungskosten senken.
  • Einzelinstallationen herstellen.
  • Teile selber bauen, andere Teile einkaufen

Du siehst, es gibt immer mehr als eine Möglichkeit.
Ziel des Businesscases ist hier, die einzelnen Möglichkeiten auszuloten und die beste Möglichkeit auswählen zu können. Die beste Möglichkeit kann dabei nach diversen Kriterien ausgewählt werden:

  • Günstigster Preis
  • Höchste Flexibilität
  • Beste Erweiterbarkeit
  • Höchste Akzeptanz bei den Kunden / Mitarbeitern
  • Wenigste Wartungskosten
  • Beste Verkaufsmöglichkeiten
  • Höchste Qualität
  • Geringere Risiken
  • Beste Wartbarkeit
  • Größter Funktionsumfang
  • Beste Konformität

Nur nach dem Preis auszuwählen (was immer auch der Preis sein soll) ist also nicht Ziel eines Businesscases. Ein Businesscase soll eine vernünftige Entscheidung ermöglichen.

Es gibt immer mindestens zwei Varianten

Rate mal welche?
Genau, eine Realisierungsvariante und die Unterlassungsalternative.
Das ist ganz wichtig. Wir müssen in jedem Businesscase erklären was die Unterlassungsalternative ist. das bedeutet wir müssen sagen was passiert wenn wir nichts machen.
Ich habe vor ein paar Wochen einen Businesscase für irgend eine Migration erarbeitet. Die Unterlassungsalternative war, einen stabilen Prozess beizubehalten. Wenn wir das Projekt umgesetzt hätten, wären wir finanziell besser dagestanden. Wir hätten tatsächlich Geld einsparen können. Doch die Firmenleitung hat sich dagegen entschieden, da sie Angst vor dem Verlust der stabilen Prozesse gehabt hat.
Dieser Entscheid war vernünftig. Wenn der Prozess stabil ist, ist der Kunde zufrieden. Wenn wir ihm nur noch Schrott abliefern, haben wir bald keine Kunden mehr und verlieren noch mehr Geld.
Aus Finanzsicht hätten wir dieses Projekt durchführen müssen. Ich konnte jedoch im Businesscase die Unterlassungsalternative so erklären, dass wir alle nun aufatmen und weiterhin einen guten Service anbieten können.
Zur Info: Bei diesem Businesscase hatte ich die Unterlassungsalternative und drei weitere Varianten erarbeitet. Insgesamt musste ich also vier Varianten beschreiben.

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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 14. April 2009 um 18:16 Uhr veröffentlicht und wurde unter Businesscase, Unterricht abgelegt.
Kurzlink: http://www.baldenhofer.eu/blog/?p=847

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