Was können wir tun um die Verfügbarkeit zu erhöhen?
29. April 2009 Roland
- Bits und Bytes
- Die For-Schleife
- Klasse
- Objekte
- while-Schleife
- Do -While-Schleife
- Kleiner Kurzeinschub zum Attributmodellieren
- Arrays in PHP
- foreach Schleife
- Globale Variablen in JavaScript
- Modelle von der Oberfläche trennen
- Aufgabe Eingabefelder während der Eingabe überprüfen
- Kleine Geschichte zur Verfügbarkeit
- Was können wir tun um die Verfügbarkeit zu erhöhen?
- Lösungsvorschlag um Eingabefelder während der Eingabe mit JavaScript zu überprüfen
- Aufgabe Eingaben überprüfen Erweiterungen
- Warum gibt es verschiedene Fachrichtungen?
- Aussagelogik
- Aufgabe Ratespiel um Mengenlehre zu verwenden
- Aufbau und Funktionsweise einer Festplatte
- Kleine Aufgabe um mit JavaScript Events rumzuspielen
- Wie kann man z.B. alle KDE Pakete löschen?
- Setup von Entwicklungsumgebungen
- Wozu ein Testprotokoll alles gut sein kann.
Im Artikel Kleine Geschichte zur Verfügbarkeit habe ich erklärt wie manche Firmen mit der Aussage 99% Verfügbarkeit in ihren SLA die Kunden bewerben.
Je nach Architektur kann man die Verfügbarkeiten deutlich erhöhen.
Beispiel:
Wir haben zwei Application Server, die über einen boggel stabilen Loadbalancer miteinander verbunden sind:

Die einzelnen Server haben eine Verfügbarkeit von 99,50%.
Wenn einer der Server ausfällt, wird der zweite Server übernehmen und somit wird die Verfügbarkeit des Gesamtsystems steigen. Ok, wir gehen davon aus, dass die Maschinen an einer getrennten STromversorgung hängen und die Netzwerke habe ich auch vergessen.
Aber wenn ich alles berücksichtige, dann werden wir hier nie fertig ![]()
Die Berechnung der Verfügbarkeit ergibt sich durch 1-(1-0,95)*(1-0,95)=99,75%. Es wird also mit den jeweiligen Ausfällen berechnet. Bei identischen Verfügbarkeiten, wie in diesem Beispiel, kann man auch die Ausfallzeiten (0,05) einfach halbieren. Dann kommst du auch auf 0,25% gelle?
Egal wie wir es rechnen die Wahrscheinlichkeit, dass beide Server ausfallen, ist auf alle Fälle geringer als wenn wir nur einen Server haben.
Wenn du zwei Autos in der Garage stehen hast, ist die Wahrscheinlichkeit auch höher, dass eines der beiden noch anspringen wird.
Aber wenn du unbedingt ein Auto benötigst, wird mit Sicherheit keines der Beiden anspringen ![]()
Und dafür sind die restlichen 0,25% gut.
Unser boggelrobuster- hardwareverdrahter- Superloadbalancer hat eine Verfügbarkeit von 99,99%. Solche Geräte gibt es zuhauf. Also das ist nichts ungewöhnliches.
Wenn wir unsere Berechnung für die Systeme fertig stellen, werden wir eine Verfügbarkeit von 99,74% erreichen.
Super gelle?
Wenn wir jetzt noch sicherer werden wollen, kaufen wir uns nochmal zwei Server.
Dann können wir 99,9994% für die Server hinbekommen. Und das bedeutet, dass unsere Server nur noch wenige Sekunden bis Minuten ausfallen werden.
Wir müssen dann auch noch zwei Loadbalancer miteinander verbinden, damit wir hier auch eine höhere Ausfallsicherheit hinbekommen.
Und dann schauen wir in unseren Geldbeutel und stellen fest, dass unser Bäckermeister nicht genug für seine Webseite bezahlt um unseren Hardware Wahnsinn zu finanzieren…
Ausserdem haben wir plötzlich deutlich höhere Wartungskosten, da wir anstatt drei Komponenten sechs Komponenten warten müssen.
Und zu guter letzt generieren wir gigantisch viel CO2 weil irgend jemand den Strom für unsere Verfügbarkeit herstellen muss.
Deshalb ist es gut zu wissen, dass Redundanz ein System deutlich stabiler werden lässt, die Kosten hierfür nicht nur Geld sondern auch Aufwand und ökologischer Irrsinn bedeuten können.
Einmal durfte ich einen Cluster in einer Notes Anwendung auflösen. Der Cluster clusterte einen weiteren Cluster. Das System war zwar wahnsinnig verfügbar, doch die Kosten und der Frust der Mitarbeiter zum Betreiben dieses komplexen Systems war ebenfalls nicht zu verachten.
Wir rupften die hälfte des Maschinenparks heraus, sparten Strom, Platz, Nerven und sind heute immer noch so stabil, dass sich niemand beschwert.
Einsparungen können manchmal wirklich befreiend sein
Der Beitrag wurde
am Mittwoch, den 29. April 2009 um 15:57 Uhr veröffentlicht
und wurde unter IT abgelegt.
Kurzlink: http://www.baldenhofer.eu/blog/?p=832
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