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Variante 2: Komposition von WordPress und Newssystem

5. Juni 2009 Roland

Dieser Artikel ist Teil 13 von 14 der Artikelserie businesscase

Bei dieser Variante werden die in WordPress vorhandenen Eigenschaften verwendet und “nur” die für das Newssystem speziell benötigten Eigenschaften entwickelt.
Die beiden Systeme werden hierbei durch Fassaden- oder Adapter Pattern aneinander angebunden.
Es besteht somit eine lose Kopplung zwischen den beiden Systemen.
Die SWOT Analyse:

Stärken

  • Sämtliche Funktionen, wie Benutzerverwaltung und Editier-Eigenschaften, können von WordPress übernommen werden und müssen nicht selbst entwickelt werden.
  • Alle Plugins und bestehenden Komponenten von WordPress oder BuddyPress können direkt mitverwendet werden.
  • Nur wenige spezielle Funktionen müssen erstellt werden.

Schwächen

  • Die Komplexität von WordPress wird übernommen.
  • Bei Updates in WordPress müssen die eigenen Komponenten mindestens getestet werden.
  • Für die verschiedenen, einfachen Eingabemöglichkeiten, muss die WordPress Funktionalität stark abgeändert werden.
  • Das Newssystem ist an WordPress angepasst. Andere Blogsoftware wird nicht berücksichtigt.
    Dieses Problem gilt auch, wenn andere Blogsoftware verwendet wird.
  • Man legt sich auf eine Basissoftware fest.
  • Die Eigenschaften von WordPress müssen sehr gut bekannt sein und die Entwickler müssen dieses System erlernen.
  • Die Installation und Konfiguration wird um die Komponenten des Newssytems ergänzt und stellt sich somit komplexer dar.
  • Bei einem Upgrade von WordPress muss die Datenstruktur von WordPress und die Datenstruktur des Newssystems getrennt voneinander betrachtet werden. Das Backup und Recovery wird entsprechend komplizierter.

Chancen

  • WordPress ist ein akzeptiertes Werkzeug und die Wahrscheinlichkeit, dass somit auch das Newssystem akzeptiert wird, ist relativ hoch.
  • Ergänzungen in WordPress ermöglichen starke Veränderungen im Newssystem die ohne hohe Kosten erzeugt werden können.
  • Eine starke Community steht hinter WordPress
  • Das Erlernen von WordPress kann helfen neue Komponenten für WordPress zu erstellen und somit den Marktwert der Entwickler erhöhen.
    • Risiken

    • Durch die Komposition können Performanceprobleme auftreten.
    • Das Newssystem wird von der WordPress Community nicht akzeptiert, da es nicht nativ in WordPress integriert wurde.
    • Die Anpassung der Views, und weiterer Elemente, kann zu unvorhersehbaren Problemen führen. Die Umsetzung ist mit vernünftigem Aufwand nicht möglich.
    • Die Einlernzeit in WordPress kann länger sein als die Eigenentwicklung.
    • Migrationen auf andere Versionen oder gar auf andere Blogsoftware kann sich als äußerst schwierig herausstellen.
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    Der Beitrag wurde am Freitag, den 5. Juni 2009 um 07:08 Uhr veröffentlicht und wurde unter Businesscase, IT abgelegt.
    Kurzlink: http://www.baldenhofer.eu/blog/?p=1332

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    10 Reaktionen zu “Variante 2: Komposition von WordPress und Newssystem”

    1. Dirk Deimeke sagt:

      Als weiteres grosses Plus sehe ich die Möglichkeit der Übernahme von WordPress-Templates für das eigene Newssystem. Damit muss nicht zwangsläufig am Design geschraubt werden.

      Als “Schwäche”: Das ist definitiv nicht KISS …

    2. Roland sagt:

      Die WordPress-Templates sind sicherlich eine schöne Angelegenheit.
      Nur, wie du auch schon erwähnst (KISS), sie sind dann ein wenig eine Mischung aus View und Controller.
      So ganz sauber getrennt sind die halt nicht und machen damit das Ganze relativ kompliziert.

    3. Dirk Deimeke sagt:

      Mir fällt noch ein Nachteil ein. Du erbst die Sicherheitsprobleme des Muttersystems.

      Sicherheitsprobleme sind genau der Grund, weshalb ich mich für Serendipity entschieden habe.

      http://secunia.com/advisories/product/6745/?task=statistics
      http://secunia.com/advisories/product/12371/?task=statistics

    4. Roland sagt:

      Ok, aber bei einer großen Community ist die Chance, die Sicherheitsprobleme in den Griff zu bekommen höher als wenn du ein eigenes kleines System bastelst…

    5. Dirk Deimeke sagt:

      Na, dass knapp ein viertel der Sicherheitsprobleme nicht gefixed ist, spricht aber eine andere Sprache. Durch immerhin 10% aller Fehler konnte Systemzugriff erreicht werden.

      Ich möchte jetzt hier kein WordPress-Bashing betreiben, aber ich kann mich an Monate erinnern, in denen vier Releases von WordPress kam, die alle verschiedene Sicherheitslücken ausräumten … oder einen Fix gefixed haben.

    6. Ute sagt:

      Zu den Templates:
      Ich nutze keine vorgefertigten Templates, weil ich noch keins gefunden habe, was _ich_ wirklich durchschauen und anpassen kann.

      Sprich die WP-Templates, die wir einsetzen, habe ich gebaut, also habe ich keinen Vorteil gegenüber eigenem, denn ich bastele sowieso selbst.

      Zu den Sicherheitsproblemen:
      WordPress ist in jeweils aktueller Version schon recht sicher. Das Problem ist, immer Updates machen zu müssen. Bei einem Blog halb so schlimm, bei vielen zu betreuenden Blogs mit unterschiedlichen Plugins ein immenser Testaufwand, bis alles wieder läuft.

      Nett an WordPress ist auch für Neulinge die große Community, die bei vielen Fragen hilft. Bei einer Eigenentwicklung ist man zunächst für alle Fragen und Probleme selbst zuständig.

      Nervig an WP zeitweise gibt es unzählige Updates, einiges ist nicht sauber erstellt und nur mit Würgarounds lösbar, z.B. das aktuelle Trackbackproblem mit Serendipity-Blogs…

    7. Dirk Deimeke sagt:

      Lass uns mal Morgen darüber reden, warum es in der Regel nur ein Patch-Release bei Serendipity gibt, aber im Schnitt 3 (maximal 5 habe ich gefunden) bei WordPress. Ich kann einige Anekdoten dazu beisteuern, was die Bewertung von neuen Funktionen und Wartungsreleases angeht.

    8. Ute sagt:

      Ja, gute Idee, manches geht so direkt und persönlich sicherlich noch besser. Ich bin gespannt aufs Barcamp und die Themen. So viel Diskussion und Überlegungen vorab kannte ich bisher noch nicht.

    9. Dirk Deimeke sagt:

      Du kanntest auch mich “Labertasche” noch nicht …

    10. [...] Variante 2 mit WordPress kombinieren [...]

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