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Client Server Applikationsarchitektur

17. Februar 2009 Roland

Dieser Artikel ist Teil 6 von 26 der Artikelserie Programmieren

Diese Schulung kümmert sich in erster Linie um die Erstellung von Webapplikationen. Und Webapplikationen sind Client- Server Applikationen.
Bei einer Webapplikation werden unterschiedliche Komponenten benötigt. Schauen wir uns die unterschiedlichen Komponenten schnell einmal an.

Der Webclient

Mit dem Client arbeitet der jeweilige Anwender. Wenn du diesen Artikel liest, ist die Wahrscheinlichkeit dass du einen entsprechenden Client verwendest, sehr hoch. Wenn du in der Lage bist, ohne technische Hilfsmittel diese Webseite lesen zu können, bist du entweder selbst ein Computer Programm oder du hast zu viele Drähte geschluckt und mutierst gerade zu einem Borg. Davon gehe ich im Moment mal nicht aus…
Meistens handelt es sich beim Client um einen Computer auf dem ein Webbrowser installiert wurde. Webbrowser werden von unterschiedlichen Herstellern angeboten. Einige Standard Webbrowser sind hierbei der Internet Explorer, Firefox, Opera, Konqueror, Safari oder Links. Die Webbrowser unterscheiden sich im Funktionsumfang und in der jeweiligen Implementation. So “versteht” ein Firefox Webbrowser im Normalfall dass SVG (Scalable Vector Graphics) Format, während ein Internet Explorer hierfür ein Plugin, also eine Erweiterung des Funktionsumfangs, benötigt. Neben den Webbrowsern gibt es noch weitere Client Komponenten mit denen Webapplikationen kommunizieren können:

Fat Client Applikationen
Diese Applikationen werden auf dem Rechner direkt installiert. Sie kommunizieren unter Anderem mit den gleichen Protokollen wie ein Webbrowser mit dem jeweiligen Server. Die Applikationen können in allen Programmiersprachen, die auf dem jeweiligen Client verfügbar sind, erstellt werden.
PDA
Im Normalfall hat ein Peronal Digital Assistent (PDA) einen Webbrowser installiert über den auf Webseiten zugegriffen werden kann. Die Webbrowser sind entweder die vorher beschriebenen Standard Webbrowser, oder properitäre Webbrowser. Properitäre Applikationen sind Applikationen, die speziell für einen Zweck erstellt wurden. Sie müssen sich nicht an Standards halten und können daher für spezielle Bedürfnisse angepasst werden. Dummerweise bedeutet dass auch, dass wir für properitäre Systeme unsere Webapplikation speziell erstellen müssen. Jaja, alles hat seine Vor und Hinterteile…
Mobiltelefone
Die heutigen Telefone sind ebenfalls mit einem Webbrowser ausgestattet und können somit mit Webservern kommunizieren. Da diese Telefone im Normalfall nicht über einen 19 Zoll Bildschirm verfügen, müssen die Webapplikationen entsprechend an die kleinen Auflösungen der Displays angepasst werden. Es ergibt wenig Sinn ein Bild mit der Auflösung 10000*6000 Pixel auf einem Mobiltelefon darzustellen :)
Spezielle Eingabegeräte
Für Menschen mit Sehbehinderung gibt es diverse Geräte, wie Beispielsweise Brail Tastaturen. Diese Geräte bieten eine sehr ähnliche Funktion wie ein Standard Webbrowser. Durch die Besonderheit der Aus- und Eingabe können diese Geräte jedoch häufig keine Erweiterungen wie Flash, JavaScript oder Java Applets ausführen.

Jeder Webbrowser, und jedes weitere Werkzeug mit dem Webseiten aufgerufen und gelesen werden können, hat seine Vor- und Nachteile und es herrscht ein regelrechter Glaubenskrieg welcher Webbrowser oder welcher Client eingesetzt werden sollte. Das ist aber eine andere Geschichte mit der wir uns hier nicht beschäftigen wollen.
Wichtiger ist für uns die Frage was dieser Webbrowser eigentlich tut.

Aufgabe

Welche Webclient Typen kennst du? Sind die, die ich aufgelistet habe schon alle oder gibt es da noch weitere?
Was für Eigenschaften haben die jeweiligen Webclients? Wo kann man die einsetzen und wo sollte man lieber davon abraten?

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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 17. Februar 2009 um 00:00 Uhr veröffentlicht und wurde unter IT, Programmieren abgelegt.
Kurzlink: http://www.baldenhofer.eu/blog/?p=213

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4 Reaktionen zu “Client Server Applikationsarchitektur”

  1. Jozo sagt:

    Mailprogramme sind zumindest beim Abrufen von Mails ein Webclient.
    Der Filebrowser Konqueror, kann auch ein Webclient sein. Ich kenne ihn im Einsatz als FTP-Client.
    Software welche sich über das Web aktualisiert wird wohl auch einen Webclient haben. Antivirenprogramme nutzen ihn z.B. um sich Daten für neue Viren zu holen. Ist das so?

  2. Roland sagt:

    Hi Jozo,
    der Konqueror ist ein vollumfänglicher Webbrowser, der die gleiche Engine wie Safari verwendet.
    Antivirenprogramme kann man auch als Webclients ansehen. Das siehst du richtig.

  3. Joscha sagt:

    Bei den Mobiltelefonen und PDAs bin ich mit meinem Nokia 5113 irgendwo in der Vergangenheit stehen geblieben. Ich hatte allerdings auch mal ein Siemens C45 und das konnte sogar WAP (WAP wikipedia Artikel zu WAP)!
    Heutzutage wurde das aber, glaube ich durch die schnelleren Prozessoren abgelöst, die beinahe normale Websiten anschauen und verarbeiten können.
    Bei miradlo.com gibt es einen Stylesheet, der allerdings auskommentiert ist:

    Ignorieren Handhelds dieses auskommentieren und verarbeiten trotzdem?

    Zu den Standards fällt mir noch ein, dass es ja lange Zeit ein klares Ziel war, die Website auf jedem Client genau gleich darzustellen. Allerdings habe ich letzthin einen interessanten Artikel dazu gelesen, wo der Author die Meinung vertrat, dass Vielfalt gut tut und dass es bei der heutigen Vielzahl an Webclients nicht mehr möglich ist, alles genau gleich anzuzeigen. Eben genau wegen verschiedenen Betriebssystemen, Browsern, Handhelds etc. Aber das ist eigentlich auch nichts schlechtes. Wer mit einem Handheld surft, weiß dass die Ansicht etwas kleiner sein wird, als auf einem großen Bildschirm. Und wer einen alten Browser hat, der muss vielleicht mal auf Funktionalität verzichten.

    Andere Browser, wie zum Beispiel Opera, erlauben dem User auch komplett eigene Stylesheets zu erstellen, die dann ggf. den vorhanden überschreiben. So kann sich jeder seine persönliche Layoutete Website erstellen.

    Natürlich sind wir als Webmaster immer noch dafür zuständig, dass die Seite auf jedem Browser Standardkonform und lesbar dargestellt wird. Aber wie der jeweilge Webclient sie dann im Spezialfall interpretiert, das ist auch abhängig, von der Art und dem Willen des Betrachters.

  4. Roland sagt:

    Was sagt wohl Ute zu deinen Äußerungen? :)
    Coole Abhandlung. Dankeschön.

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