Und noch ne Panne im Ubuntu Umfeld
9. September 2009 Roland
Entschuldigt, dass ich im Moment nur noch am Motzen bin.
Das wird sich bald ändern, sobald ich wieder mit Gentoo und Ubuntu im Dual Boot vereint unterwegs sein werde ![]()
Ich wollte auf Gnome umschalten, um irgend etwas auszuprobieren.
Dabei ist mein X Server vollkommen eingefroren. Und dann ist die ganze Maschine eingefroren. Ich konnte nicht mehr auf Konsole wechseln und somit nicht mehr geordnet runterfahren.
Alleine schon dieses Verhalten ist für eine Linux Maschine nicht sehr schön. Aber es kann vorkommen, wenn die Komponenten nicht optimiert für die Hardware kombiniert wurden. Immerhin ist KDE, X usw. ein ziemlich komplexer Softwarestack und da passieren leider auch ungewünschte Fehler.
Also drückte ich den Powerbutton und ließ die Maschine stoppen.
Beim Start wurde der Kernel geladen und dann erkannte die Maschine, dass sie auf Batterie läuft, was im Zug häufig der Fall ist
.
Aus diesem Grund hat die Startsequenz beschlossen keinen Disk-Check durchzuführen.
Und da das Filesystem alles andere als sauber war, konnte die Maschine nicht mehr booten.
Ich konnte also den Rest der Reise mich mit dem betrachten der schönen, Schweizer Landschaft beschäfigen. Zwischendurch kann das sehr reizvoll sein.
Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass ich die Idee von Ubuntu wirklich gut finde.
Wenn man einen Server in vier Stunden einschließlich der notwendigen Software hochziehen kann, ist das sicherlich der richtige Ansatz und man kann sich mit schöneren Dingen beschäftigen als Installieren.
Das Problem einer “one size, fits all” Distribution ist meiner Meinung nach jedoch, dass die Spezialfälle nicht abgedeckt sein können. Im Fall meines Boot-Versage-Fehlers konnte ich die Maschine erst wieder in Betrieb setzen, als sie am Stromnetz war.
Ich verstehe, warum die Entwickler der Bootkonfiguration den Filecheck nicht auf Batterie durchführen wollen. Wenn während des Checks der Akku niederliegt, kann das Filesystem unwiederuflich beschädigt werden. Also ist es die vernünftige Entscheidung, diesen Prozess genauso aufzubauen. Nicht jeder User ist sich darüber im Klaren, was da alles geschehen kann.
Als Gentoo User möchte ich jedoch selbst entscheiden dürfen wie ich mit meinem Dateisystem umgehe. Wenn ich mir über die Konsequenzen meines Handelns im Klaren bin, dann kann ich abschätzen, ob ein Filecheck auch auf Batterie erlaubt sein soll.
Irgendwie schaffe ich es in der letzten Woche unglaublich viele (für mich) Unschönheiten von Ubuntu auszugraben
Ich möchte mich bei Ubuntu nicht mit Sonderkonfigurationen, Kernelübersetzen oder Boot-Sequenzen konfigurieren beschäftigen.
Aus diesem Grund werde ich jetzt einen anderen Modus einschlagen:
- Wenn ich eine komplizierte, nicht Standard Hardware einsetze, werde ich Gentoo verwenden um diese optimiert zu konfigurieren
- Standardsysteme (Fileserver, Webserver, falls diese nicht gehärtet werden müssen, oder einfache Desktop Systeme sind mit Ubuntu schnell und einfach installiert. Diese Systeme bekommen bei mir ein Ubuntu / Kubuntu
- Entwicklungsmaschinen bekommen, falls sie nicht 100% nativ mit Ubuntu laufen, ein Gentoo
- Falls möglich, erhalten meine mobilen Maschinen ein Dual Boot für Gentoo und Ubuntu. Dann kann ich mit beiden Distributionen rumspielen und mich über beide gleichviel aufregen
Wenn ich mich nur auf eine Distribution festlege, rege ich mich über deren Unzulänglichkeiten auf und fühle mich permament eingeschränkt. Das muss bei Linux ja nun wirklich nicht sein. Wir haben ja schließlich extra Linux gewählt um die Qual der Wahl zu haben
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Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 9. September 2009 um 10:15 Uhr veröffentlicht und wurde unter Guggat emol abgelegt.
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Na, ja, ein neues System will erlernt werden.
Wenn Du beim Hochfahren, im Grub-Menü, Escape drückst, kannst Du das Rettungssystem hochfahren und Dein Filesystem reparieren. Damit entscheidest Du Dich das bewusst zu tun …
Ich benutze jetzt seit knapp vier Jahre ausschliesslich Ubuntu auf meinen privaten Maschinen und auf dem root-Server und mir sind die ganzen Probleme, die Du schilderst nicht untergekommen.
Vermutlich haben wir beide einen stark unterschiedlichen Ansatz, an einen Rechner zu gehen und mit ihm umzugehen. Bei Dir ist das via Gentoo “Bastel geprägt” (kein Vorwurf) und bei mir ist das via “Systemadministrator” anders geprägt. Wahrscheinlich mache ich auch einiges nicht, weil ich von historisch gewachsenen Vorgehensweisen weiss und diese auch unterbewusst anwende.
Daher denke ich, dass vielleicht für Dich ein Gentoo mit Paketen (Sabayon) die richtige Alternative wäre und ich würde an Deiner Stelle auch keinen Parallelbetrieb fahren. Damit hättest Du das beste aus beiden Welten.
Guten Morgen Dirk,
Frei nach dem Spruch “Wie der Herr so sei Gscherr” verwenden unterschiedliche Personen die Computer unterschiedlich. Da gebe ich dir absolut recht.
Folglicherweise müssen sich die unterschiedlichen Menschen auch unterschiedliche Konfigurationen zulegen.
Ich schau mir Sabayon nochmal kurz an. Soviel ich weiss, ist es nicht ganz so aktuell wie Gentoo selbst. Daher werde ich mir distcc endlich einmal konfigurieren und dann klappts auch mit dem schnellen Übersetzen;)
Wenn man einmal ein paar Probleme findet, dann häufen die sich ziemlich an. Ich gehe davon aus, dass ich jetzt die nächsten Wochen nicht noch weitere Schwierigkeiten bekomme. Ein Anfall reicht eigentlich
Spruch von Dirk: “Scheisse kommt immer in einem Haufen.”
Die Frage ist, und die musst Du Dir wirklich einmal stellen, brauchst Du wirklich und wahrhaftig das letzte Quentchen an Aktualität und willst Du beta-Tester für Software spielen? Dann kommst Du in keinem Fall an Gentoo vorbei, wenn es noch halbwegs komfortabel bleiben soll.
Allerdings denke ich, dass dann ein hoher Prozentsatz Deiner Arbeitszeit in die Verwaltung des Rechners fliessen wird und darüber sind wir ja ursprünglich ins Gespräch gekommen. Ich stecke deutlich weniger als 1% meiner Zeit in die Verwaltung aller Rechner, die ich unter Kontrolle habe. Wie viel ist das bei Dir?
Hallo Roland,
ich hab den neuen gentoo kernel 2.6.31 mal mit und ohne distcc kompiliert auf dem asus eee900, zum testen habe ich eine Pentium4 und eine Dualcore CPU verwendet.
make && make modules_install
nur Celeron 900 Mhz: 35:58 Minuten
distcc, eee im wlan(wpa): 18:39 Minuten
distcc, eee im lan: 12:41 Minuten
Gruesse und viel Spass am Barcamp!
Imbo Sim
Hi,
Ute und ich sind gerade auf dem Barcamp angekommen.
)
Ich werde mir bei der nächsten Installationssession auf alle Fälle den distcc aktivieren.
(Irgendwann muss es ja klappen
Dieses Wochenende werde ich mich auf alle Fälle erst einmal mit Barcamp Themen auseinandersetzen.
Ich kann dir versichern, dass wir hier viel Spaß haben werden!
Grüsse
Roland