Deployment auf Fremdrechner und Nein zu Klein Venedig
7. Februar 2010 Roland
Das ist ja wieder mal ein Titel…
Ich schreibe auf diesem Blog ja normalerweise keine politischen Äußerungen, doch diesmal muss es einfach sein, da die Zeit drängt.
Aber zuerst zum ersten Thema.
Deployment auf Fremdrechner
Bei miradlo haben wir unsere Installationsroutinen nun so umgestellt, dass wir auf unserem Root-Server das Subversion System (SVN) haben.
Das bedeutet, dass man mit seiner Entwicklungsmaschine sich die Sourcen vom SVN holt, verändert und dann wieder in das SVN einspielt.
Soweit so klar.
Unsere Webapplikationen werden nun mit einem Script direkt vom SVN in das jeweilige Webserver Verzeichnis deployed. Damit haben wir erreicht, dass wir immer mit den korrekt eingecheckten Versionen auf dem Webserver arbeiten und dort keine Überraschungen erleben.
Ich tippe mal, dass einige von euch schon Sourcen auf den Webauftritt hochgespielt haben und dann später nicht mehr wussten was da nun wirklich deployed wurde ![]()
Heute trifft sich Ute mit der in Konstanz aktiven Initiative gegen den Bau eines Konzerthauses auf Klein Venedig.
Diese Personen brauchen eine Webseite nein zu klein venedig. Diese Webseite wird bei Strato betrieben, also nicht auf unserem Webserver.
Doch da habe ich mir gedacht: “Wieso eigentlich nicht das gleiche Prozedere verwenden wie bei unserem root-Server?”
Wir können doch die Sourcen wie gehabt aus dem Subversion auf unserem Root-Server auschecken und dann via sftp zum Strato Server rüberwuchten. Dem sftp ist es ziemlich egal ob das Zielverzeichnis lokal oder entfernt liegt ![]()
Tja, die Welt kann wirklich einfach sein, wenn man sich darüber klar wird dass der Prozess immer der Gleiche ist.
Also werden wir die Webseite der Initiative mit unseren Standard Prozessen aufsetzen und können so vermeiden, dass wir unterschiedliche Deploymentprozesse benötigen.
Und was kann das dir sagen?
Falls du an ähnliche Tätigkeiten mit unterschiedlichen Prozessen herangehst, kann es sinnvoll sein mal zu schauen warum du das tust. Eventuell kannst du dir viel Zeit und Ärger sparen, wenn du mit kleinen Hilfsmitteln die gleichen Prozesse einsetzt.
Gegner vom Konzerthaus auf Klein Venedig
So, und nun möchte ich noch ein paar Worte zu der Initiative “nein zu klein venedig” loswerden.
In Konstanz besteht schon länger der Wunsch ein Kongress und Konzerthaus zu bauen. Das liegt daran, dass wir hier in Konstanz unsere Partys für mehr als 1000 Personen immer auf der Straße durchführen müssen.
Vom Prinzip her spricht also nichts dagegen, wenn man einen Raum schafft in dem die Bevölkerung sich treffen und gemeinsam feiern kann.
In der aktuell angespannten Wirtschaftslage spricht jedoch einiges dagegen, wenn ein Konzerthaus mit aller Gewalt an einem Ort erstellt werden soll, der eine der letzten Grünflächen direkt am See ist.
Am 21. März findet deshalb in Konstanz eine Abstimmung statt, bei der die Bevölkerung aufgerufen ist über diesen Standort und exakt eine Version des Konzerthauses abzustimmen.
Ich selbst bin noch beim Kreisverband Konstanz der Piratenpartei Deutschland aktiv und habe deshalb aus einem anderen Grund Probleme mit der aktuellen Version.
Die Entscheidungen, welcher Standort und welche baulichen Veränderungen durchgeführt wurden, sind in geheimen Sitzungen des Gemeinderats verabschiedet worden.
Da die Piraten für einen transparenten Staat eintreten, sehen wir das als unsere Pflicht an, hier aktiv zu werden.
Über das Thema Konzerthaus kann man viel Diskutieren und die wenigen Punkte, die ich hier aufgelistet habe, sind natürlich nur wenige Aspekte des ganzen Themas.
Da die Zeit drängt (am 21. März wird abgestimmt) habe ich mich entschieden wenigstens auf dieses Thema hier im Blog hinzuweisen. Wenn ihr diskutieren wollt, die Webseite sollte in den nächsten Tagen aufgeschaltet sein und dort findet ihr dann deutlich mehr Informationen.
Falls ihr hier in Konstanz oder Umgebung wohnt, schaut euch bitte die Diskussionen an, macht selbst mit und geht vor allem wählen. Es müssen 25% der Wahlberechtigten abstimmen, sonst ist die ganze Wahl nichts Wert.
Die Piraten sammeln auf der Wiki Seite zum Konzerthaus Argumente. Wenn die Webseite der Initiative fertig gestellt ist, könnt ihr euch dort richtig informieren.
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Der Beitrag wurde am Sonntag, den 7. Februar 2010 um 15:53 Uhr veröffentlicht und wurde unter Guggat emol abgelegt.
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Sie haben recht solche wichtige Entscheidungen sollen sicherlich nicht in einer geheimen Sitzung getroffen werden. Dabei habe ich oft das Gefühl das Projekte die der Gemeinde so nahe am Herzen liegen oft Durchgang finden. Gut dass die Piratenpartei sich hier für Durchsichtigkeit einsetzt.
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